| 2. Oktober 2005 | ||
| 20:00 | to | 23:00 |
Ein bischen Aufgeregt sind wir schon alle, aber irgendwie gibt’s keiner zu. Vor allem unser Andi „Fels in der Brandung” D’frain lässt sich nichts anmerken. Sehr früh geht’s heut schon los nach Lahnstein. Um 11 Uhr sind bereits alle in der soma-headquarter-villa und besprechen das weitere Vorgehen an diesem Tag, bzw. wir versuchen es. Nach den ersten paar Metern wird uns schon bewusst, dass wir wirklich was besprechen gesollt hätten, denn wir haben mal wieder sowohl Routenplanerausdruck, als auch die Nummer vom Veranstalter vergessen. Auf den Autobahntoiletten stinkts wie immer wie Sau, aber wir müssen zum Glück nur einmal anhalten und uns diesen widerwärtigen Umständen aussetzen. Trotz eines kleinen Umweges kommen wir pünktlich (also mit 30 Minuten Verspätung) in Lahnstein an der Stadthalle an. Fein siehts dort aus und wir bekommen so richtig Lust zu rocken. Das einzige was uns total Kirre macht ist der komisch gemusterte Boden, von dessen Anblick man innerhalb kürzester Zeit Kopfschmerzen bekommt. Sowas musste auf jeden Fall aus den Zeiten der Flowerpower und Dorgenkonsum-Hochzeiten stammen. Madsen steht schon auf der Bühne. Das einzige was man wirklich richtig gut sieht sind irgendwelche verfilzten Zotteln, die über ein Gesicht hängen, dass auf einem Kerl mit einer eng anliegenden Lederhose sitzt. Widerlich. Als der Lichtmensch dann doch noch beschließt das Licht zu testen, sieht man auch den Rest der Band und wir kommen echt ins Schwärmen! weil das Licht so sauf***schei**egeil ist!!!!!
Aber irgendwann muss der Euphorie auch mal ein Ende gesetzt werden. Patrick beschließt nämlich sich mal zu erkundigen wie es denn mit unserem Bus aussieht. Man hört am Telefon, dass am anderen Ende der Leitung jemand versucht mit Patrick zu reden, aber der nach den ersten Worten nur noch mit offenem Mund im Raum steht und die Worte „Linienbus”, kaputte Scheibe” und „10 Leute abgesagt” wiederholt und auflegt. Nach kurzer Besprechung mit dem Busunternehmen steht fest, dass dies wirklich unser Bus ist. Aber nicht mehr lange, wie sich auf der Autobahn nach Lahnstein schon rausstellte.
Mit diesen erfreulichen Neuigkeiten gings dann ab zum Catering. Brötchen in allen Variationen, Kaffe, verschiedene Sorten Kuchen, Komplettes Kaltes als auch Warmes Buffet, Salatbar und als Highlight die Übertragung des Spektakels auf der Bühne auf eine Leinwand im Cateringraum. Der Hammer!
Wir sind echt begeistert von der Organisation und versuchen ein bischen mit Akustikgitarre und Cajon die Stimmung in einem separaten Raum aufzuheitern. Nach kurzer Zeit schließen sich uns die netten Musiker von Projekt 54 an und so wird ein bissl gejamt. Außerdem machts viel Spaß und bringt Abwechslung. Könnte man immer machen um die langen Wartezeiten zu überbrücken!
Mit Schweißperlen auf der Stirn schaffte es dann der Busfahrer doch noch in Lahnstein einzurollen. Ein Wunder wenn man bedenkt, dass die ganze Zeit irgendwelche Warnsignale ertönten und der Bus teilweise nur mit 50 über die Autobahn tuckerte. Sowas erlebt man eben nur mit uns. Übrigens sind es nur Gerüchte, dass behauptet wurde wir hätten alles nur eingefädelt, um euch um die Ecke zu bringen, damit wir ein Benefizkonzert veranstalten können!;)
Auf jeden Fall hatte der ein oder andere auf der Hinfahrt schon ordentlich Freibier getankt. Dafür war es ja auch da!
Zu dem Ablauf der Veranstaltung an sich lässt sich dann wohl eher wenig sagen. Top Niveau aller beteiligten Bands. Gute Musik und viel Spaß!
Unser Auftritt beinhaltet für viele eine Premiere. Da unser Song „Insecure” zur Zeit die Netzparade stürmt und schon seit mehreren Wochen sich auf Platz 2 eingenistet hat, spielen wir es natürlich auch. Und zwar akustisch! Nur unser lieber Steffen und der bezaubernde Andi! Die anderen zwei stehen hinter der Bühne und müssen hoffen, dass alles gut geht!
Aber da uns auch dieses kleine musikalische Feuerwerk glückt, sind wir nach komplett ausrastender Halle bei „Go away” und „Spin me” mit unserem Auftritt sehr zufrieden.
So viele Menschen haben wir zuletzt bei Silbermond springen sehen. Echt geil! Danke an alle Fans, die nicht wegen uns dort waren, aber trotzdem mit uns gefeiert haben. Und natürlich auch ein Dickes Danke an alle die wegen uns dort waren!
Nach unserem Auftritt geht’s natürlich wieder in den Cateringbereich. Wir wollen ja das Abendessen nicht auslassen
Nachdem „Junges Glück” und „Madsen” die Halle rockten, begann dann die Siegerehrung. Leider hat es aus Sicht der Jury nicht gereicht, um unter die ersten 3 zu kommen. Echt Schade, aber es gibt Schlimmeres. Schließlich waren wir noch nie eine Contest-Band.
Dass die Mehrzahl der Besucher mit dem Gewinner des ersten Platzes nicht zufrieden waren hatte man dennoch deutlich hören können.
Zum Abschluss gab es dann noch eine Überraschung für unsere angereisten Fans. Der alte gaklige Bus wurde durch einen brandneuen Luxusliner ersetzt. Somit mussten wir uns auch keine Gedanken mehr machen, ob unsere Fans auch wirklich heimkommen oder nicht.
Ein richtig geniales Event liegt damit mal wieder hinter uns. Wir möchten uns bedanken bei:
Der LAG Rock und Pop für die Organisation; Den Sound- und Lichtmenschen vor Ort!; Dem Cateringservice fürs Essen, Trinken, usw; Projekt 54, weil se von Anfang an sympathisch waren und mit uns gejamt haben; Natürlich bei den 1600 Besuchern, von denen mindesten „sehr viele” gesprungen sind! Sehr fein! Sehr sehr fein!; Dem Busunternehmen natürlich, allerdings nur für die Heimfahrt!;
Wir sehn uns!
Patrick, Andi, Dirk, Steffen


