30. August 2005
20:00to23:00

Wow, das ging verdammt schnell. Am Montag ganz spät ereilte uns die Nachricht in der Geibelschen soma-Verwaltungszentrale, dass wir Dienstag Abend in München spielen könnten. Alles klar denkt sich Dirk. Und startet gleich mal den Rundruf an alle, der natürlich perfekt organisiert abläuft: Dirk –> Patrick –> Andi –> Steffen. Zumindest sollte es so ablaufen. Was wirklich geschah sah ungefähr so aus: Dirk –> Patrick, Dirk –> Andi, Dirk –> Steffen, Patrick –> Andi, Patrick –> Steffen, Patrick –> Dirk, Dirk –> Patrick, Patrick –> Andi, Andi –> Dirk. Verwirrt? …wir auch, aber es hat geklappt, auch wenn erst eine Stunde bevor wir am Dienstag losfuhren, sicher wahr, dass das klar geht.

Faszinierender weiße sind am nächsten Tag Dirk und Steffen sogar pünktlich bei Patrick und es geht los mit Hänger beladen. Unser gutes neues Stück sollte heute eine Testfahrt der superlative durchlaufen, aber mehr dazu später. Voll beladen gings dann noch ab zum Abbott den Andi direkt von der Arbeit abholen. Zu viert im Auto mit Anhänger hinten dran dann noch schnell an die Tanke. Tanken und provisorisches Frontscheiben putzen, damit sich der Hintermann noch schön aufregt und dann nix wie weg nach München. Heute hat Dirk sich selbst eine Beruhigungstherapie gegen Patricks Fahrweise verordnet. Er hat sich extra einen MP3 Player mitgebracht, damit er wenigstens nicht hören muss wenn was passiert. Die ersten 200 KM von ca. 350 ging auch alles gut. Aber ab dann kam die Anhänger-Teststrecke. Immer wieder dieses auf und ab an diesem verflixten Bergen denkt sich Patrick und schaltet deshalb bei jeder Ansteigung erstmal vom 5ten Gang in den 3ten, um alles aus dem Motor rauszuholen was so noch drinhängt. Vom lauten getöse wird unser lieber Dirk natürlich ganz hellhörig. Bei der Abfahrt dann ausgekuppelt und noch einen kleinen Scherz drangehängt: „Dirk der Motor ist aus”. Dann war es um ihn geschehen.

Kurz vor knapp erwischen wir dann noch auf einem Berg eine kurzfristig erschienene holprige Ausfahrt, die unser Fahrer Patrick mit Tempo 80 nimmt. Den Anhänger schüttelt es ein bischen und uns auch, aber wir kommen rechtzeitig und direkt vorm WC-Häuschen zum stehen. Unter Kommando von Frontkommandeur Eckert gehen dann allen Pinkeln, außer er selbst natürlich, weil er muss ja die Situation im Auge behalten. Alle wieder im Auto und kaum auf der Autobahn, kommt den anderen das jaulen und schluchzen unseres Sänger verräterisch vor. „Ich muss lulu” „EGGAD, wir haben grad oben auf dem Berg angehalten, wo war dein lulu da??????” Nicht zu glauben.

Als dann auch unser Steffen geleert hatte gings endlich weiter.

Fast wäre es dann um uns geschehen gewesen, da ein Kleinlaster uns wohl komplett übersehen hatte (ist auch schon klein und unauffällig so ein 3 Meter langes rotes Auto mit nem mindestens nochmal so langen Kastenanhänger hinten dran). Auf jeden Fall schlingerten wir 10-20 Meter die Autobahn entlang bis der Anhänger sich wieder beruhigt hatte. Nach lautem Gebrüll im Auto, deutliches langes und äußerst aggresives Hupen, ein paar unschöne Gesten gegenüber dem anderen Fahrer, dem notieren des Nummernschildes und einer kräftigen Portion Adrenalin wars dann aber auch schon wieder vorbei. Zum Glück ging das nochmal gut.

Der Rest der Fahrt verlief dann annähernd Stressfrei. Die Dachauer Straße in München wurde zur unserer Lieblingsstraße gekrönt, weil sie irgendwie immer da ist, egal wo man abbiegt.

Nach dem sich unsere Steffen gesanglich unbedingt dann verausgaben musste, wo die anderen drei im Auto den Veranstaltungsort suchten, dauerte es zwar ein paar Minuten länger bis wir ankamen, aber wir kamen an.

Soundcheck, gleich im Anschluss 60 Minuten rocken und runter von der Bühne. Wir wussten eigentlich gar nicht wie uns geschah, aber es war auf jeden Fall lustig und hat Spaß gemacht, auch wenn der Sound nicht so prikelnd war und wir eine 75 dB Lautstärkenbegrenzung von der Stadt verordnet bekamen. Auch klingt die Gitarre so schön wenn man sie nicht hört! einwandfrei und ohne Fehler unser Andi heute.

Eingepackt und ab nach Hause. Vorher noch eine kurze Verschnaufpause und Essen, schnell noch im Martin Höfle beim Masieren der Groove Guerillia über die Schultern geguckt und dann nix wie weg.

Die Heimfahrt verlief im Gegensatz zur Hinfahrt bemerkenswert Unspektakulär. Nur einmal kam vom Dirk ein „Gott sei Dank” als er auf der Autobahn ein Schild entdeckte, dass Patrick dazu zwang hinter den LKW’s her zu fahren. Scheiß Ãœberholverbot für Anhänger!

Andi’s vergebliche Versuche in allen möglichen Stellungen wenigsten ein klein wenig Schlaf zu bekommen, konnte wir leider nicht nachkommen. „Jetzt is do im Eggad sein Kopp!” „Patrick, fahr bitte keine Rechstkurven, des belastet mein Knie so sehr mit dem ich mich auf diesem spitzen Gegenstand abstütze.” „Jetzt hot der Torfkopp do sein Arm!” „ Mal die Lehne hochklappen, vielleicht hält die meinen Kopf wenn ich mich hier so reinzwäng!AAAAAAAAAHHH!, ne lieber net!” selbst in der Embriostellung konnte er kein Auge zumachen. Aber dafür wurde er als Erster wieder zu Hause abgeladen.

Den Hänger noch schön abgestellt und dann nix wie ins Bett.

Bis Freitag

Dirk –> Patrick –> Andi –> Steffen