Umwege können von Vorteil sein. Zumindest wenn man spät abends nach Hause fahren muss, nur 30 Kilometer von der Venue des aktuellen Auftrittsortes entfernt und gar nicht weiß über was man eigentlich einen Gigbericht schreiben soll.
Teammeating in Rödersheim. Patrick und Andi laden die essentialia negotii in den Hänger. Die Zwei erreichen Steffens Ferienwohnung auf der Parkinsel Punkt 16.30 – alles wie geplant. Steffen ist überrascht, weil das Bandmobil eine neue Farbe hat. Aber er macht sich keine großen Gedanken darüber, weil er gerade keine Haare mehr auf dem Kopf hat. Und das ist gut so.
Nächster Stop: Mannheim Hauptbahnhof. Dirk trifft aus Frankfurt ein und komplettiert das Quartett. Gemeinsam merken dann alle, dass unser gutes altes Bandmobil durch ein neues noch besseres Mobil ersetzt wurde. Jetzt kann man mit Anhänger sogar 140 fahren wird gemunkelt. Bergauf geht es jetzt auch schon mit 100 und nicht mehr mit 60. Diese technischen Innovationen sind doch immer wieder von Vorteil für uns… Dafür spielt uns unser Navi mal wieder einen Streich und erkennt erst nach ca. 10 Minuten den Weg nach Hofheim. Gut dass wir uns so gut orientieren können. Blöd, dass wir - als das Chantal endlich den Weg nach Hofheim ermittelt hat - merken, dass wir nicht mal wissen, wo genau die Venue ist.
Also spielen wir Quiz-Taxi und kommen nach 3 Passantenjokern sicher am Bürgerhaus an. Dort sehen wir als erstes mal unseren Lieblingsfrontmann Steffen Maurer von Entweder Oder. Wir wissen (zumindest) aktuell gar nicht mehr wie oft wir schon mit den Jungs gespielt haben, aber bisher war es immer eine super Sache und heute hatten wir zumindest die Premiere mit den neu besetzten E/Os… Aber da ja neben Maurer I mittlerweile auch noch sein Bruder Björn dabei ist, konnte es ja eigentlich gar nicht schlechter werden wie gewohnt.
Netterweise wurden wir beim Backline ausladen sehr freundlich unterstützt und mussten eigentlich gar nichts selbst tragen. Da sich der Soundcheck verzögerte mussten wir erstmal eine Wanderung zur Catering Location machen. Die angekündigten „paar Meter” stellten sich schnell als ein sehr langer Fußmarsch bis ans hinterste Ende von Hofheim heraus. Kein Wunder dass wir dann alle mehrfach unsere Teller wieder neu mit Spaghetti bestücken mussten. Aber gut wars, und wieder eine neue Erfahrung: Wir haben wohl noch nie soweit von der Bühne weg Catering bekommen. Aber so ein Verdauungsspaziergang danach hat auch seine Vorteile. Danach ist man fitter als zuvor und noch dazu war die Location schon gut gefüllt, als wir nach wiederum langem Fußmarsch dort eintrafen.
Nach der Groove Generation waren unsere E/O Kumpels an der Reihe. Der kleine Maurer und Neu-Drummer Stefan passen sehr gut zur Turppe und auch das Publikum hat sichtlich seinen Spaß. Wir sind zwar etwas enttäuscht, dass Master Maurer seinen angekündigten Stage-Dive nicht durchführt, aber weil er es ist verzeihen wir ihm das natürlich noch mal.
Im Anschluss sind wir an der Reihe. Alles schön und laut auf der Bühne – beinahe zu laut, aber zum Glück hören wir ja schon alle nicht mehr so gut. Egges fängt die ersten beiden Lieder Home und Make Me Feel mit gleichem Text an. Der Text von Home passt aber auch einfach zu jedem Lied. Der Gig macht Spaß, alles verläuft glatt – bis auf kleine Zusammenstöße keine größeren Zwischenfälle. Am Ende werden wir auch netterweise für eine kleine Zugabe zurück auf die Bühne beordert und danach wird mit den E/O Jungs gefeiert.
Wir hatten wirklich alle einen schönen Abend. Aber wenn wir diesen Revue passieren lassen, müssen wir doch eindeutig sagen, dass wir alle absolut neidisch auf Patrick sind. Der hat nämlich kurz auf einem Tisch neben unserem Merchstand die Augen geschlossen und wurde von Master Maurer mit seinen wundersüßen Lippen zärtlich aus seinem Dornröschenschlaf wach geküsst. Seither ist unser guter Patrick auch sichtlich aufgewühlt und nicht mehr so ganz bei der Sache. Womit auch zu erklären ist, dass wir trotz diesem langen Gigbericht immer noch nicht zuhause angekommen sind. Master M. muss Patrick mit seiner Aktion ganz schön den Kopf verdreht haben. Munkelt man zumindest in Fachkreisen.
Nach Lamera, die als letzte spielten, musste leider recht bald die Location geräumt werden. Wir haben noch ein bisschen mit den E/O Jungs die Vereinigung von Patrick und Entweder/Oder-Steffen gefeiert. Wenn das mal nicht das Traumpaar des Jahres 2008 wird, dann weiß ich auch nicht.
Langsam nähern wir uns dem Ende unserer langen Reise. Es war mal wieder schön, danke an Hofheim und das zahlreich erschienene Publikum. Wir kommen natürlich gerne wieder und freuen uns schon auf den nächsten Gig mit Entweder/Oder.
Außerdem sollte noch vermerkt werden, dass wir heute unseren ersten Auftritt an einem 29.02. hatten und dies frühestens 2012 wieder geschehen wird.