| 26. Mai 2007 |
Manchmal hat man schon Glück, wenn man nicht ganz im Dunkeln spielen muss. Heute war wieder so ein Tag. Wir durften auf dem großen Schlossgrabenfest in Darmstadt – noch dazu auf der Center-Stage – spielen. Am Anfang dachten wir noch. 17 Uhr, schon früh und so. Aber im Endeffekt, hat sich dann doch rausgestellt, dass es da noch angenehmer sein kann, als um 22 Uhr. Wenn der Wheaterman nicht mitspielt zum Beispiel. Aber soweit sind wir ja noch gar nicht. Wenn man so früh spielen muss, dann beginnt ein Tag eigentlich ganz anders, wie man das eigentlich so gewohnt ist. Normalerweise steht man bei so einem Konzerttag so gegen 12 Uhr auf, macht sich gemütlich fertig, wird dann irgendwann gegen 15 Uhr eingesammelt und fährt dann Richtung Venue. Nicht so heute. Zu der Zeit, zu der man eigentlich aufsteht, steht plötzlich schon jemand vor der Tür, der einen abholen will. Das macht irgendwie durcheinander, aber nach einer Weile weiß man dann wieder, an welchem Punkt in der üblichen Reihenfolge man angekommen ist.
Ein Punkt ist heute leider ausgefallen. Normalerweise trifft irgendwann unser Mischer bei uns ein. Heute kam stattdessen ein Anruf mit einer Krankmeldung. Natürlich noch zu der Zeit, an der man normalerweise im Bett liegen sollte (An dieser Stelle: Gute Besserung Flo!!!).Aber man muss ja schon sagen, dass diese Mischer ja auch völlig überbewertet sind. Heute zum Beispiel: Wir spielen auf einer sehr großen Bühne – manche behaupten sogar, dass sie vergleichbar groß mit der Alternastage bei Rock am Ring wäre (wobei wiederum andere sagen, dass sie groß sei, wie die Bühne bei Rock im Hinterland). Aber so wichtig, können dieser Mischer doch eigentlich gar nicht sein, wenn sie während dem Konzert auf einmal gar nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz zu finden sind. Zumindest wir fanden das ein bisschen merkwürdig. Aber von so ein paar Störgeräuschen lassen wir uns ja natürlich nicht unterkriegen.
Jetzt sind wir hier auf Grund der Tatsache, dass unser Mischer nicht wie üblich erschienen ist, doch auch im Gigbericht etwas durcheinander gekommen. Aber kein Problem. Also dank unserer Chantal sind wir wie immer gut hin und heimgekommen. Auch wenn diesmal nicht der Patrick gefahren ist, sondern der Egges. Man hat aber schon gemerkt, dass Patrick den Frauen besser zuhören kann, als Egges, weil dieser immer ganz verstört gewirkt hat als die Chantal gesagt hat- jetzt links fahren. Irgendwann hat er dann doch eingesehen, wer hier mehr Ahnung hinsichtlich unserer Reiseroute hat.
Als wir die Hauptbühne des Schlossgrabenfests gesehen haben, waren wir zwar erstmal ein bisschen verwundert, weil wir nicht direkt den Schlossgraben gefunden haben. Nach einer Weile haben wir uns dann aber mit anderen Dingen auseinander gesetzt. Als die erste Band fertig war, stand nämlich unser Soundcheck an. Der lief diesmal ohne Wally bzw. Flo nämlich irgendwie komisch ab. Irgendwie ist man ja schon so ein Gewohnheitstier. Wenn nicht alles so läuft wie man es gewohnheitsmäßig kennt, machen sich manche Menschen – Ausnahme: Andi – Gedanken, dass irgendwas nicht so sein könnte, wie es sein sollte. Manche Menschen in diesem Auto meinen, dass dieser Satz nicht viel Sinn ergibt. Aber das sollen die Leser selbst entscheiden. Kann schon sein, dass manche Menschen als mal Recht haben.
Wie gesagt – alles leicht konfus heute. Auf alle Fälle haben wir dann unser Konzert gespielt. Für die Uhrzeit waren wir echt sehr zufrieden wie viele Leute schon so vor der Festivalbühne standen. Nach und nach hat der Egges sie dann auch dazu gebracht (fast) alles zu machen was er wollte. Nachdem Steffen in den letzten Wochen ja vor allem durch seine Anti-Drogen-Kampagne geglänzt hatte, lautete heute der neue Slogan „Gemeinsam”. Gemeinsam Trinken zum Beispiel. Eine der Aussagen war auch, dass ja alle Leute (außer Kindern) mit dem Ziel herkommen, betrunken nach Hause zu gehen. Wir waren nicht so ganz sicher, ob sich das irgendwie mit der Anti-Drogen-Kampagne schneidet. Aber da Steffen meist erst redet nach dem er nachgedacht hat, wird das schon alles seine Richtigkeit haben.
Auf alle Fälle hatten sich nach unserem Gig alle lieb. Gemeinsam ist eben das Motto des Tages. Menschlichkeit ist eben ganz wichtig. Wenn das menschliche stimmt, ist der Rest eigentlich nur noch Formsache. Sooo. Im Anschluss haben wir uns dann in den Kreis unserer engsten Freunde zurückgezogen, u.a. mit Sub7even. Wir haben sie zwar nicht direkt wieder erkannt, aber zum Glück haben sie uns angesprochen. Ihr kennt das ja: manchmal ist man sich einfach nicht mehr so hundertprozentig sicher, ob man jemanden kennt oder diese Person nur jemandem ähnlich sieht, den man kennt.
Auf alle Fälle – um noch mal zurück zum Anfang zu kommen – hat sich dann am Ende gezeigt, dass wir so rein spielzeittechnisch echt Glück hatten. Bei uns hat die Sonne geschienen. Es war schön warm, die Leute waren glücklich, haben gemeinsam – mit viel Menschlichkeit – Spaß gehabt, und dann kam auf einmal der Wheaterman und hat verrückt gespielt. Also waren dann ab 22 Uhr eigentlich weniger Leute auf dem Festival als um 17 Uhr. Wir mussten dann aus wettertechnischen Gründen auch überstürzt abbrechen und sind jetzt gleich wieder gut daheim angekommen. Wir hoffen Virgina Jetzt!, Karpatenhund und Sub7even hatten auch ohne uns noch viel Spass.
Fazit: Danke an das Stage-Groove-Festival – Team: Alles Top organisiert. Ein spezielles Dankeschön auch an Tobi und Benny. Und: früh spielen kann echt ein Segen sein, wenn danach alles weggeweht wird.


