| 30. Juni 2007 | ||
| 17:45 | to | 18:15 |
Kein Regen. Schon mal eine gute Voraussetzung für ein Festival. Und wenn dann noch 4Lyn Headliner ist, steht man auch gerne schon mal früh auf um so ein Festival zu besuchen. Hofften wir zumindest als wir um 13.30 die gute alte Heimat Richtung Montabaur bei Koblenz verlassen haben. Ich glaube die 135 Kilometer nach Koblenz sind viel länger, als wenn man 135 Kilometer wo anders hinfährt. Auf alle Fälle dauert die Reise komischerweise immer mindestens 2 ½ Stunden, bis wir in Montabaur, Wirges, Hachenburg, Lahnstein, Bad Ems oder wie die ganzen Orte da so heißen ankommen. Aber das könnte natürlich auch daran liegen, dass unser Auto immer langsamer wird, der Hänger immer schwerer und auf der Strecke auch noch ganz viele steile Steigungen sind. Die Kombi machts eben!Aber was soll das Gerede! auch die unendlich lange Strecke nach Montabaur zum Mach1-Festival geht irgendwann vorbei. Punk 16 Uhr kommen wir dann am alten Flugplatz an. Das Festivalgelände erweckt den Eindruck, als hätte es am Vorabend eine Schlammschlacht gegeben! was dann auch Augenzeugen vom Vortag berichten. Ist immer wieder eine schöne Sache, wenn man Paddy von Project 54 trifft. Den Jungen muss man einfach mögen. Sogar wenn man menschlich so ganz weit unten ist wie wir. Paddy ist schon jemand zum lieb haben.
Das Festivalgelände macht auch ganz viel her. Wir freuen uns, dass wir auf der Center Stage eingeteilt sind und dass um 17:45 zu unserer Stage Time sogar die Sonne kurz vorbeischaut. Wally wurde heute zum Monitor umfunktioniert, weil der FOH so weit weg war und wir einfach immer der Meinung sind, dass Team sollte eng beieinander sein. Am Ende vereinsamt der Gute noch irgendwo mitten auf dem Festival. Da heute mal wieder nur ein kurzes 30 Minuten Set anstand, war auch irgendwie alles kurz und schmerzlos. 6 Songs, da kommt man sich schon irgendwie vor, wie wenn man die Bühne verlässt, bevor man sie eigentlich betreten hat. Auf alle Fälle hat es durchaus Spass bereitet auf der Mach1-Bühne zu zocken. Es ist auch irgendwie komisch, wenn man die Bühne verlässt und es dann noch hell ist. Also ich meine nicht nur 1-2 Stunden, sondern sogar noch 4 Stunden. Man fühlt sich schon eher so nach 24 Uhr, wenn man ein Konzert hinter sich hat. Das bringt den ganzen Körperkreislauf völlig durcheinander. Aber mit Bier kriegt man das dann schon alles wieder auf die Reihe!
Nach unserem Gig haben wir dann neben 4Lyn eingeladen. Da haben wir sie wenigstens einmal in Action gesehen an diesem Abend. Aber ich bin ja froh, dass ich 4Lyn schon mal live gesehen habe, weil das sollte man schon auf alle Fälle mal gesehen haben. Dann gab es sogar noch ein paar Überraschungsgäste beim Mach1-Festival. Kuddel von den Toten Hosen hat vorbeigeschaut. Da wir nicht eine Diversion-Aktion machen wollten, ihm eine CD-schenken und dann schreiben „Kuddel hört Soma”, haben wir es einfach auf einem Foto mit ihm belassen. Und sein Sohn ist übrigens auch ein Punk. Da wäre sogar Sid Vicious neidisch gewesen wenn er das gesehen hätte! Nach kurzen Smalltalks mit den Jungs von Highfly und Bigtalk mit Paddy mussten wir dann leider recht früh nach Hause aufbrechen. Aber schön wars trotzdem in Montabaur.
Wir danken dem ganzen Orga-Team um Dominik Weyand, dem Paddy (denk dran, das nächste Mal anrufen, wenn Du im Jungbusch bist) und hoffen dass das Wetter noch gehalten hat! Auf dem Heimweg haben wir dann gemerkt, dass bei Burger King auch nur mit ganz lauwarmen Wasser gewaschen wird. Wie sonst könnte man erklären, dass man gefragt wird, ob man einen Cheesburger auch mit Käse haben will?
Nächste Woche geht’s „ab in den Süden” – ach ne eher Osten, aber wir sind schon sehr gespannt, was unsere längste Reise der Bandgeschichte so bringen wird!.


