18. Februar 2007

30. August 2005
20:00to23:00

Wow, das ging verdammt schnell. Am Montag ganz spät ereilte uns die Nachricht in der Geibelschen soma-Verwaltungszentrale, dass wir Dienstag Abend in München spielen könnten. Alles klar denkt sich Dirk. Und startet gleich mal den Rundruf an alle, der natürlich perfekt organisiert abläuft: Dirk –> Patrick –> Andi –> Steffen. Zumindest sollte es so ablaufen. Was wirklich geschah sah ungefähr so aus: Dirk –> Patrick, Dirk –> Andi, Dirk –> Steffen, Patrick –> Andi, Patrick –> Steffen, Patrick –> Dirk, Dirk –> Patrick, Patrick –> Andi, Andi –> Dirk. Verwirrt? …wir auch, aber es hat geklappt, auch wenn erst eine Stunde bevor wir am Dienstag losfuhren, sicher wahr, dass das klar geht.

Faszinierender weiße sind am nächsten Tag Dirk und Steffen sogar pünktlich bei Patrick und es geht los mit Hänger beladen. Unser gutes neues Stück sollte heute eine Testfahrt der superlative durchlaufen, aber mehr dazu später. Voll beladen gings dann noch ab zum Abbott den Andi direkt von der Arbeit abholen. Zu viert im Auto mit Anhänger hinten dran dann noch schnell an die Tanke. Tanken und provisorisches Frontscheiben putzen, damit sich der Hintermann noch schön aufregt und dann nix wie weg nach München. Heute hat Dirk sich selbst eine Beruhigungstherapie gegen Patricks Fahrweise verordnet. Er hat sich extra einen MP3 Player mitgebracht, damit er wenigstens nicht hören muss wenn was passiert. Die ersten 200 KM von ca. 350 ging auch alles gut. Aber ab dann kam die Anhänger-Teststrecke. Immer wieder dieses auf und ab an diesem verflixten Bergen denkt sich Patrick und schaltet deshalb bei jeder Ansteigung erstmal vom 5ten Gang in den 3ten, um alles aus dem Motor rauszuholen was so noch drinhängt. Vom lauten getöse wird unser lieber Dirk natürlich ganz hellhörig. Bei der Abfahrt dann ausgekuppelt und noch einen kleinen Scherz drangehängt: „Dirk der Motor ist aus”. Dann war es um ihn geschehen.

Kurz vor knapp erwischen wir dann noch auf einem Berg eine kurzfristig erschienene holprige Ausfahrt, die unser Fahrer Patrick mit Tempo 80 nimmt. Den Anhänger schüttelt es ein bischen und uns auch, aber wir kommen rechtzeitig und direkt vorm WC-Häuschen zum stehen. Unter Kommando von Frontkommandeur Eckert gehen dann allen Pinkeln, außer er selbst natürlich, weil er muss ja die Situation im Auge behalten. Alle wieder im Auto und kaum auf der Autobahn, kommt den anderen das jaulen und schluchzen unseres Sänger verräterisch vor. „Ich muss lulu” „EGGAD, wir haben grad oben auf dem Berg angehalten, wo war dein lulu da??????” Nicht zu glauben.

Als dann auch unser Steffen geleert hatte gings endlich weiter.

Fast wäre es dann um uns geschehen gewesen, da ein Kleinlaster uns wohl komplett übersehen hatte (ist auch schon klein und unauffällig so ein 3 Meter langes rotes Auto mit nem mindestens nochmal so langen Kastenanhänger hinten dran). Auf jeden Fall schlingerten wir 10-20 Meter die Autobahn entlang bis der Anhänger sich wieder beruhigt hatte. Nach lautem Gebrüll im Auto, deutliches langes und äußerst aggresives Hupen, ein paar unschöne Gesten gegenüber dem anderen Fahrer, dem notieren des Nummernschildes und einer kräftigen Portion Adrenalin wars dann aber auch schon wieder vorbei. Zum Glück ging das nochmal gut.

Der Rest der Fahrt verlief dann annähernd Stressfrei. Die Dachauer Straße in München wurde zur unserer Lieblingsstraße gekrönt, weil sie irgendwie immer da ist, egal wo man abbiegt.

Nach dem sich unsere Steffen gesanglich unbedingt dann verausgaben musste, wo die anderen drei im Auto den Veranstaltungsort suchten, dauerte es zwar ein paar Minuten länger bis wir ankamen, aber wir kamen an.

Soundcheck, gleich im Anschluss 60 Minuten rocken und runter von der Bühne. Wir wussten eigentlich gar nicht wie uns geschah, aber es war auf jeden Fall lustig und hat Spaß gemacht, auch wenn der Sound nicht so prikelnd war und wir eine 75 dB Lautstärkenbegrenzung von der Stadt verordnet bekamen. Auch klingt die Gitarre so schön wenn man sie nicht hört! einwandfrei und ohne Fehler unser Andi heute.

Eingepackt und ab nach Hause. Vorher noch eine kurze Verschnaufpause und Essen, schnell noch im Martin Höfle beim Masieren der Groove Guerillia über die Schultern geguckt und dann nix wie weg.

Die Heimfahrt verlief im Gegensatz zur Hinfahrt bemerkenswert Unspektakulär. Nur einmal kam vom Dirk ein „Gott sei Dank” als er auf der Autobahn ein Schild entdeckte, dass Patrick dazu zwang hinter den LKW’s her zu fahren. Scheiß Ãœberholverbot für Anhänger!

Andi’s vergebliche Versuche in allen möglichen Stellungen wenigsten ein klein wenig Schlaf zu bekommen, konnte wir leider nicht nachkommen. „Jetzt is do im Eggad sein Kopp!” „Patrick, fahr bitte keine Rechstkurven, des belastet mein Knie so sehr mit dem ich mich auf diesem spitzen Gegenstand abstütze.” „Jetzt hot der Torfkopp do sein Arm!” „ Mal die Lehne hochklappen, vielleicht hält die meinen Kopf wenn ich mich hier so reinzwäng!AAAAAAAAAHHH!, ne lieber net!” selbst in der Embriostellung konnte er kein Auge zumachen. Aber dafür wurde er als Erster wieder zu Hause abgeladen.

Den Hänger noch schön abgestellt und dann nix wie ins Bett.

Bis Freitag

Dirk –> Patrick –> Andi –> Steffen

2. September 2005
20:00to23:00

Rock uff de Wies

Auf zu unserer Geburtsstätte. So kann man den Musikschopp schon fast nennen.
Jedes Jahr nehmen wir dort wenn es geht ein Konzert mit. Zuletzt mit unserer CD Release Party, die die Halle zum Kochen brachte. In diesem Jahr wollten wir dann gemeinsam das 10 jährige Jubiläum von „Rock uff de Wies” feiern. Das einzige was uns Sorgen bereitete war das Wetter! Aber wird schon passen.
Staunend über den neuen Backstageraum ließen wir uns dort erstmal gemütlich nieder um uns mit „Cola” und „Fanta” zu betrinken. Dirk musste es natürlich gleich wieder übertreiben und griff zum klaren spritzigen und sprudelnden Wasser! und das schon vorm Auftritt.
Nach unserem langen erfolgreichen Soundcheck gingen wir dann erstmal essen. Das war nämlich auch was Neues im Musikschopp. Während wir gemütlich beim Essen saßen sprang der Veranstalter die ganze zeit im Dreieck weil eine Band (Parklane7) noch nicht erschienen war. Wir versuchten ihn zwar zu beruhigen, aber als es dann 20:30 war und Parklane7 immer noch nicht da waren, wurden auch wir nachdenklich. Gegen 21 Uhr kamen sie dann aber noch!pünktlich 3 Stunden zu spät!echte Rocker halt! Da konnte man ihnen auch wirklich nicht verübeln, dass sie sich erstmal übers Essen hermachten, weil s’war ja schon spät.
Die erste Band spielte derweil munter ihr Programm auf der Bühne. Danach kamen dann Parklane7 und zum Schluss dann wir.
Es waren zwar schon mehr Leute da als wir erwartet hätten, aber es hätten ruhig auch ein paar mehr sein können. Die Pilgerstätte Limburgerhof hatte uns doch mehr Anhänger und treue Mitläufer abgezapft als wir dachten!
Wenigstens war das Wetter gut. Gerockt haben wir auf der Wiese ordentlich! Hat so richtig Spaß gemacht. Danach wurde noch ein bischen mit Cola und Fanta gefeiert und – wie könnte es anders sein – das Straßenfest in Limbim aufgesucht. Dort haben wir dann zu 50 % den Abend ausklingen lassen. Die anderen 50% mussten direkt von Schifferstadt nach Hause. Die Heimfahrt war auch einfach genial unkompliziert gut.
Weiter geht es nächste Woche in Kirschweiler, auf der Domwiese in Speyer, im Café Central in Weinheim und in Hockenheim aufm Hockenheimring! Würden uns freuen den ein oder anderen von euch dort zu sehen!

Gruß

Patrick, Dirk, Andi, Steffen

9. September 2005
20:00to23:00

Es ist Freitag und damit geht sie los die sagenhafte Vierkonzerteindreitagenreise!
Den Auftakt machen wir in Kirschweiler beim Burerock. Insider munkeln es der Ausdruck „Bure” in der Sprache der Eingeborenen „Brunnen” bedeutet.
Unser Hänger war wie immer schnell beladen und so konnten wir um 18:00 Ortzeit Rödersheim losfahren. Das wir wie immer ohne Routenplanung oder Ähnliches unterwegs waren versteht sich von selbst. Erstaunlicherweise haben wir es so bis ca. 30 km vor Kirschweiler geschafft ohne uns zu verfranzen. Aber da wir im Gegensatz zu anderen Bands die Telefonnummern der Veranstalter immer mit uns führen, brachte ein kurzes Telefonat Klärung. Man wie hätten wir auch darauf kommen sollen den „Römergrabweg” zu nehmen. Wir lassen uns von Schildern wie „Radweg” oder „Durchfahrt nur für forstwirtschaftliche Fahrzeuge” einfach zu schnell abschrecken. Also mit dem ganzen Gespann in den Römerbergweg eingebogen und 7 km später waren wir auch schon vor der Sporthalle zu Kirschweiler. Dort war schon mächtig was los. Lauter junge gutgelaunte Leute. Wir haben, ganz Profi, erst mal die Lokalität gecheckt und noch mehr Profi uns sofort um das Catering gekümmert. Nach dem ausladen kam auch schon die erste Ernüchterung an diesem Abend. Zunächst einmal wurde uns mitgeteilt, dass sich der ohnehin straff gestrickte Ablaufplan verschoben hat. Grund: Die Bands hielten sich weder an die abgemachten Startzeiten noch an die abgemachte Spielzeit. Da dieser Zeitverlust aber vielleicht noch reinzuholen wäre kam eine der Bands auf die Idee, auf ihr eigenes Schlagzeug zu bestehen. Die Folge war klar. Nach der zweiten Band wurde das ganze Schlagzeug entfernt und ein neues aufgestellt. Dann wurde dieses Schlagzeug abgemischt und die Band spielte. Anschließend das Ganze rückwärts: eigenes Schlagzeug weg, das von vorher wieder rauf und wieder abmischen. Zeitverlust: 1,5 Stunden.
Für uns hieß das Konzertbeginn um 01:00 statt 23:15. Aber was soll’s.
Unser Stunden Programm lief wie immer problemlos. Einzig Patricks Bassdrum hat sich des Öfteren entfernt. Ich sag’s ja immer: „Der tritt die einfach zu fest”.
Alles in allem war es mal wieder ein schöner Auftritt in einer Gegend in der wir noch nicht waren. Wir hoffen das es dort einigen gefallen hat und das wir mal wieder Gelegenheit bekommen dort zu spielen.

Unser dank gilt vor allem den Römern, die diesen Wunderbaren Römergrabweg zu verantworten haben, dann natürlich dem Organisationsteam — , dem Marc für den Sound und nicht zu letzt der Band — für die ausgedehnte Pause vor unserem Gig – wir haben die Möglichkeit Ruhe zu finden sehr genossen!

Morgen geht’s doppelt weiter. Wir freuen uns auf zahlreiche Speyrer Fans und hoffen, dass dieses Jahr der traditionelle Altstadtfestregen ausbleibt.

Tschö mit ö

Patrick, Steffen, Dirk und Andi

10. September 2005
20:00to23:00

Nachdem wir heute Morgen um 5 heimgekommen sind standen wir um punkt 16:00 Uhr wie aus dem Ei gepellt in den Startlöchern für die „somaspieltzweikonzerteaneinemtagpremiere”. Erster Termin Altstadtfest Speyer. Endlich war es soweit, soma goes Altstadtfest Speyer. Auf dieser altehrwürdigen Steinbühne wollten wir schon immer mal rocken. Also schnell noch den Marc abgeholt der praktischer weise auch in Speyer wohnt und ab zur Domwiese. Dann einmal durch den Domgarten und ausladen. Währenddessen war „Yes Ma’am” schon mit dem Soundcheck fertig und bereitete sich seelisch und moralisch auf den Auftritt vor. Die boten dann von 19:00 bis 20:00 Uhr feinsten Soul & Funk aus eigener Feder und wurden abschließend Stilecht von einem Raper unterstützt. ForShizzelMaNizzel F’jedenaltaa! Wie wir Profis sagen!
Jetzt waren wir dran. Tatkräftig von überaus zuvorkommenden Stagehands unterstützt konnten wir in 10 min. aufbauen und dann noch mal 10 min. soundchecken, so dass wir fast pünktlich um 20:20 Uhr den bereits in Dämmerung gehüllten Domplatz rocken konnten. Das hat richtig Laune gemacht! Riesen Bühne, super Sound, geiles Licht und von Minute zu Minute füllte sich der Platz mehr. Von unserem jüngsten Werk „Who Are You” angeheizt konnten wir dann bei unserem Vorletzten Song „Go Away” den Platz zum kochen und springen bringen. Ein Tolles bild! Nach „Spin Me” unserem letzten Stück, bei dem aus voller Brust mitgesungen wurde verließen wir bejubelt die Bühne und freuten uns umso mehr über die lauten „Zugabe!”-Rufe aus dem Publikum und da wir wissen, dass man seinem Publikum jeden Wunsch von den Augen ablesen muss, sind wir noch mal hoch und haben das Programm mit „Part Of The Show” abgeschlossen.
Nach dem Konzert konnten wir noch ein paar T-Shirts und CD’s verkaufen und sogar auf fremden Oberteilen und Köpfen unterschreiben.
Doch dann war auch schon Schluss mit lustig. Es hieß einpacken und weiter fahren denn der zweite Termin an diesem Abend stand noch aus. Doch wie die Geschichte weiter geht erzähl ich euch ein ander’ Mal.

Bedanken möchten wir uns bei den Veranstaltern für die Gelegenheit dort zu spielen und für den reibungslosen Ablauf; bei Marc für den Sound und das Lotsen und Einweisen in die engen Gassen von Speyer; bei dem Friseur oder der Friseuse des jungen Mannes, der nun ein Autogramm von Steffen auf seinem Hinterkopf trägt; und zuletzt bei allen Zuschauern die da waren, die wir hoffentlich überzeugen konnten.

Bis später

Steffen, Patrick, Andi und Dirk

10. September 2005
20:00to23:00

Und weiter geht’s mit dem zweiten Auftritt an diesem Abend.
Direkt von Speyer aus fuhren wir gemütlich und gut in der Zeit nach Weinheim ins Café Central. Auf dem Weg dorthin erhalten wir sogar noch die – für die nach uns in Speyer spielenden Bands schlecht – Nachricht, dass es in Speyer angefangen hat zu schütten. Also mal doch wieder kein Speyrer Altstadtfest ohne Regen. Wäre ja auch zu schön gewesen um war zu sein. SCHLAMMSCHLACHT!!!
!bei uns war es auf jeden fall (noch) trocken.

Schnell ausgeladen. Halbes Stündchen Pause gemacht, aufgebaut, kurz Line Check gemacht, angefangen zu spielen, irgendwie das Gefühl gehabt, mit dem Sound stimmt nicht so wirklich was. Nach dem zweiten Lied dasselbe Gefühl. Und nach dem Dritten Lied dann den Gitarrenverstärker laut aufgedreht, da wir merkten, dass das Mikro vor der Gitarrenbox kaputt war. Grandioser Start, wenn man 3 Lieder lang nix von der Gitarre hört bei einem halbstündigen Programm!
Aber es sollte trotz schwierigem Start trotzdem noch ordentlich Rund gehen im Central.
Wir haben die Bude zum Schluss mit „Go Away” und „Spin me” nochmal ordentlich zum Rocken gebracht. Kaum angefangen wars halt aber auch schon wieder vorbei und wir mussten die Bühne räumen. Noch schnell Koffer Packen und ab damit in den Hänger und dann nach Hause.
Mittlerweile war der Regenschauer - zu unserem Glück - schon fast über Weinheim weggezogen, aber so ein paar Tröpfchen mussten wir schon aushalten. Vor allem unser sensibles Fräulein Eckert hatte Angst um ihr Stimmchen. Muss immerhin ja morgen wieder singen das Fräulein, da hat es schon recht.
„Bleib drin stehe, wennd Halsweh kriggschd schneid ich der de Kopp ab!” Zitat Ende, Autor Anonym.

Es war auf jeden Fall ein lustiger und gelungener Abend, der gegen 3 Uhr in unseren Betten endete. Ein bischen kaputt waren wir schon, aber wir würden es immer wieder machen.

Auf nach Hockenheim!

Patrick, Andi, Dirk, Steffen

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