| 31. August 2006 | ||
| 20:00 | to | 23:00 |
Diesmal gab es wieder eine kleine Steigerung verglichen mit bisherigem Maßstabe: 3 Konzerte in Folge und dabei sind insgesamt mindestens 1000 Kilometer Strecke zurückzulegen. Weil der Auftakt im Europa Park nicht abends, sondern um 10 Uhr morgen stattfindet (und wir auch noch um 8.30 da sein sollen was gleichbedeutend mit Abfahrt um 5.30 bei Patrick ist) nächtigen Dirk und Steffen gleich bei Patrick. Patrick murmelt übrigens im Schlaf vor sich hin – das hatten wir vorher auch noch nicht gewusst! Um 4.45 klingelt der Wecker – da gehen normale Menschen eigentlich erst ins Bett und stehen nicht auf. Auch mal eine neue Erfahrung und die Erkenntnis, dass um 4.45 aufstehen einfacher ist, als um 7 aus dem Bett zu kommen. Punkt 5.30 stoßen Wally und Andi zu uns und ab geht’s in Deutschlands größten Freizeitpark. Dort ist Sportwoche, bei der wir zwei zwanzig-minütige Sets zwischen Eastpak und Radio Regenbogen zum Besten geben sollen. Am Park werden wir von Tobias – dem Hauptverantwortlichen empfangen, nachdem uns die Pförtner schon demonstrativ die Schranke (die bei unserer Ankunft noch oben war) vor der Nase runtergelassen hatten. Also auf zum Sportwoche-Gelände. Wo sonst der ZDF Fernsehgarten und Immer wieder Sonntags ausgestrahlt wurde, gabs heute mal zur Abwechslung Rockmusik und Skateshows. Neben uns spielte noch eine Emergenza-Band, Pocketrock, weshalb auch das altbekannte Gesicht vom Emergenza Magge natürlich nicht fehlte… Sehr nett war auch, dass uns der Europa Park neben Übernachtungen im „El Andaluz” auch noch 10 Gästelisteplätze zur Verfügung stellte, weshalb der ganze Tag eher Familienausflug, als Konzertreise war. Deshalb waren u.a. unser Merchmann Björn, Studio-Nase Mario Riffel und Homepage-Typ Tom mit am Start. Bei unserer ersten Show um 10 Uhr waren immerhin schon mal unsere Gäste am Start und in Feierlaune. Lustig war auch, dass wir Wally heute zwar hörten, aber nicht sehen konnten, weil das Mischpult irgendwie hinter einer Half-Pipe ohne Blick auf die Bühne aufgebaut war. Wir haben dann auch gemerkt, dass 20 Minuten gar nicht so lange sind wie man denkt. Komischerweise kann man bei einem 1 Stunden-Programm 16 Lieder spielen, aber in 20 Minuten nur 4, was ja hochgerechnet bedeutet, dass wir in einer Stunde nur 12 Lieder spielen würden bzw. in 20 Minuten 5 1/3 Songs! aber irgendwie ging die Rechnung nicht so ganz auf. Vielleicht muss man da noch situationale Faktoren mit einkalkulieren! Nach dem ersten Set hatten wir frei bis 17 Uhr, was sehr praktisch war, da wir ja im Europa Park recht gute Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung hatten. Noch dazu Verpflegung vom Europa Park – was will man mehr? Dachten die meisten von uns – nur Andi war wie immer für Dinge die normalen Menschen Spaß machen nicht so ganz zu begeistern – deshalb war die einzige Attraktion die er wahrgenommen hat das 4D-Kino. Der Rest von uns war da eher im Geschwindigkeitsrausch (nur Monsieur Riffel setzte die Höchstgeschwindigkeitsgrenze mit 7 km/h recht niedrig), weshalb man auch froh sein kann, dass der 2. Auftritt um 17 Uhr nicht verpasst haben. Und der war wirklich legendär: Wir werden mit großen Vorschusslorbeeren als DIE Newcomerband überhaupt angekündigt und Egges beleidigt absichtlich aus Versehen die Zuschauer als „ihr Wichser”, obwohl er eigentlich nur Julian und Schoen gemeint hat. Kann ja mal vorkommen. Aber sonst ist er sehr charmant und gibt sich auch bei Spin Me „schon mit klatschen zufrieden, wo normal mitgesprungen wird”! Dirk wird beim Bass spielen von einer Wespe attackiert, was zwar nicht zu einem Stich führt aber sich wohl psychologisch ausgewirkt hat, da er kurze Zeit später einen kleinen Stunt auf der Bühne hinlegt und sich im Stile des legendären Musikschopp-Konzerts – diesmal allerdings rückwerts mit 3 fachem Rittberger – auf die Bühne und IN die Bassdrum legt. Hat ganz schön geholpert - da waren aber auch Stolperfallen aufgebaut! Egges ist heute noch traurig, dass er das ganze nicht gesehen hat, weil es ja hinter ihm passiert ist.
Anschließend gings wieder weiter mit Freizeitprogramm. Steffen, Wally und Patrick sind ganz auf Silver Star ausgerichtet, während Mario, Dirk und unsere restlich verbliebenen Gäste eher aufs Wasser fixiert sind. Andi ist mittlerweile schon abgereist, da er am nächsten Tag arbeiten muss. Ab 20 Uhr steigen wir dann zum gemütlicheren Teil des Abends über. Erstmal wird im Hotel „El Andaluz” eingecheckt – ein sehr nobles 4-Sterne Hotel in dem zwei 3-Zimmer Betten zu unserer freien Verfügung standen. An dieser Stelle musste die Redaktion leider zensierend eingreifen, da der Mann mit Wollmütze nur ungern als Fotzelottel in die Analen eingehen will (Weitere Informationen können bei Bedarf durch kontaktieren der entsprechenden Quelle eingefordert werden). Patrick, Wally und Egges gingen dann erstmal saunieren – Mario und Dirk dinieren. Und das war wirklich Luxus pur und ganz im ritterlichen Stil gehalten. Also Essen muss auch schon irgendwie thematisch ausgerichtet sein, sonst kann man das ganze gar nicht so richtig genießen. Dass wir anschließend alle Bauchweh hatten war ja klar. Eine adäquate Portion auf den Teller zu Laden war noch nie unsere große Stärke – und wer weiß schon, wann man mal wieder so festlich essen wird. Anschließend zogen wir uns in unsere noblen Gemächer zurück und leiteten den Übergang zum Grande Finale mit Whiskey-Cola und Jägermeister ein. Nachdem zumindest eine Flasche geleert war ging’s ohne An-di(e) in die bar vom Nachbarhotel „Colosseum”. Warum soll man vor der eigenen Tür Dreck machen, wenns auch woanders geht. Außerdem wars da drüben ganz schön Nobel – wie der Name schon sagt im römischen Stil. Und wo bekommt man schon mal die Gelegenheit bei Kerzenlicht zu urinieren? Außer uns waren noch ganz große Stars am Start. Z.B. R’n’G. Kennt ihr nicht? Dann geht mal Eure Bravo Hits Sammlung durch und sagt uns Bescheid, wenn ihr einen Titel von R’n’G gefunden habt – uns ist nämlich den ganzen Abend über kein Hit eingefallen! muss so 1992 gewesen sein. Mario gibt großzügig eine Runde Weizen aus – und obwohl schon einige Mitglieder der Runde schwächeln kontert Patrick mit einer weiteren Runde. Als es dann zum Zahlen geht, gibt Mario als alter Gentleman großzügig Trinkgeld. Patrick alias Schmittberg oder Stromschmitt will großzügig nachziehen und rundet die 17,50 Euro Rechnung großzügig auf 16 Euro auf. Nach kurzem Überlegen legt er dann nochmal 50 Cent nach! klingt nach Zeit fürs Bett. Und da werden wir am nächsten Morgen um 8 Uhr erstmal von ganz schlimmer lauter Marschmusik und einer Dixi-Band inklusive Kuh geweckt.
Das Frühstück ist fast noch nobler, wie das Abendessen, was an sich eigentlich gar nicht geht, aber trotzdem irgendwie so ist. Anschließen überlegen wir uns, was wir noch mit unserer Zeit anfangen können und entscheiden uns dafür, zum Abschluss noch ein paar Mal Siver Star zu fahren – was durch kleine Modifikationen auf unseren Backstage-Pässen gelingt. Und Hinten sitzen ist übrigens viel besser wie vorne – haben wir in vielen Selbstversuchen herausgefunden.
Und jetzt geht’s ab nach Hause, wo wir Andi aufgabeln um nach Mainz-Dorsheim zum Eich-Kult Festival zu fahren. Tag 1 war schon mal sehr vielversprechend.
Danke an den Europa Park – wir hatten eine sehr coole Zeit dort. Spezieller Dank an Eva Stampfer und Tobias Pfaff, die das ganze organisiert haben und sich sehr nett um uns gekümmert haben.


